TuS fegt Berbisdorf aus dem Pokal

Kreispokal Meißen Viertelfinale:
Berbisdorfer SV - TuS Weinböhla 0:4 (0:2)

Wegen der Unbespielbarkeit des Platzes in Berbisdorf fand die Partie auf dem Kunstrasenplatz im Meißner "Heiligen Grund" statt. Im Vorfeld war eine Standortbestimmung zu beiden Mannschaften nicht leicht, konnte man doch von einem recht ausgeglichenen Chancenverhältnis auf ein Weiterkommen ausgehen. In weiser Voraussicht wurde sogar das Abschlusstraining auf eben diese Wettkampfstätte nach Meißen gelegt. Das sollte sich während des Spiels auch mehr als auszahlen.

 

Die TuS ergriff sofort die Initiative und wollte klarmachen, wer unbedingt ins Halbfinale einziehen möchte. Nach acht Minuten und der zweiten Weinböhlaer Ecke stand die Führung bereits fest: Richard Böttchers Eckball verwertete Mannschaftskapitän Kay Ettelt entschlossen zum erhofften und frühzeitigen 1:0 aus Nahdistanz. Dabei bestätigte sich der anfängliche Eindruck, dass die Berbisdorfer Abwehr nicht der beste Mannschaftsteil sein sollte. Nahmen es die Berbisdorfer noch als Betriebsunfall auf, stellte sich dann mit zunehmender Spielzeit die Überlegenheit der Lilanen heraus. Um es vorweg zu nehmen gestanden sie den Berbisdorfern im gesamten Spiel nur zwei Chancen zu. TuS hatte weiterhin das Spiel fest im Griff. Erstmals kam Berbisdorf in der 25. Minute zu einer guten Chance. Eißrich hob den Ball über den herauslaufenden Torwart Karsten Herzog, aber auch über die Querlatte hinweg. Daraufhin zelebrierten die Weinböhlaer einen sehenswerten Angriff. Eingeleitet mit starken Einsatz von Erik Weißmann, erlief sich Schirmer auf der rechten Seite den Ball, flankte vor das Tor, wo Tom Kaiser goldrichtig stand und zum 2:0 (34.) verwandelte. Bis zur Pause ein mutiger und engagierter Auftritt der Weinböhlaer wie man ihn sich besser nicht hätte malen können.

Vier Minuten nach der Pause machten sie gleich weiter "Nägel mit Köpfen"! Erik Weißmann brachte im Berbisdorfer Abwehr-Chaos den Ball zum 3:0 unter. In der Folgezeit schien den Berbisdorfern endgültig der Zahn gezogen zu sein. Viel zu selten ruckten sie einmal an, um der drohenden Niederlage und dem Pokal-Aus noch zu entgehen. Die TuS war an diesem Tag einfach frischer, wacher und mit dem unbedingten Willen ausgestattet.

Die zweite und letzte Chance für die Berbisdorfer bot sich ihnen nach einem Eckball mit abschließenden Kopfball an die Querlatte (75.). Über Ralf Herzog antwortete die TuS sofort (76.). Sein kapitaler Lattenknaller war mehr als ein Achtungszeichen. Nur drei Minuten später schmetterte Richard Böttcher die Kugel nach einem Abpraller unhaltbar zum 4:0 in die Maschen. Damit war das Spiel nun vollends entschieden. Vielmehr war die TuS bis zum Schlusspfiff einem weiteren Tor näher als Berbisdorf dem Ehrentor.

 

Das starke Auftreten verbunden mit dem Weiterkommen war das Ergebnis einer von Trainer Yves Würgau bestens eingestellten Mannschaft, deren bessere Spielanlage, Taktik und Siegeswillen den Ausschlag gaben. Gratulation an die Mannschaft für die sehr gute Leistung und zum Erreichen des Kreispokal-Halbfinales.

 

Da laut Statuten keine zweiten oder dritten Mannschaften am sächsischen Landespokal teilnehmen dürfen und die TuS die einzig verbliebene erste Mannschaft im Halbfinale stellt, dürfte ferner eine Teilnahme am Landespokalwettbewerb in der kommenden Saison gesichert sein.

 

TuS spielte mit: K. Herzog - Gabler, Quietzsch, Schneider, Schirmer - R. Herzog, Berndt, Ettelt, Weißmann - Böttcher (80. Möbius) - Kaiser (84. Reimann)

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