Vorjahres-Vize siegt durch drei Standard-Tore

Landesklasse Mitte:

TuS Weinböhla - SV Germania Mittweida 1:3 (1:2)

 

Mit 4 Punkten aus den ersten beiden Partien gut in die Saison gestartet, war man auf Seiten der Gastgeber auch gegen den Vorjahres-Vizemeister gewillt zu punkten und ihm das Feld keinesfalls kampflos zu überlassen.

Aus einer kompakten Stellung heraus wollte man immer wieder über Konter gefährlich werden. Da die Spielweise der Gäste im Vorfeld bekannt war, hieß es vor allem unnötige Standardsituationen zu verhindern und die langen Bälle gut zu verteidigen. Bereits bei der Erwärmung musste der angeschlagene Schmid durch Klix in der Startformation ersetzt werden.

Während Coach Würgau im Urlaub weilte, sah Co-Trainer Quietzsch seine Elf in der Anfangsphase genau das umsetzen, was man sich vornahm. Die langen Schläge der Mittweidaer fanden bis dato keinen Adressaten oder waren eine sichere Beute der TuS-Defensive. Andererseits vermochte es der Aufsteiger selbst Akzente zu setzen und die Germania-Hintermannschaft zu beschäftigen. Leider verletzte sich dann mit Julian Diener ohne Fremdeinwirkung ein weiterer TuS-Akteur. Für ihn kam Moritz Heidenblut nach langer Pause ins Team (20.). Doch die Mannschaft schien das nicht zu schocken. Denn kurz darauf krönte sie den bis dahin besten Angriff mit dem 1:0. Klix, der noch einen Gegenspieler stehen ließ, flanke auf den langen Pfosten, wo Schirmer nur noch einzuköpfen brauchte (23.).

Fast postwendend fand Mittweida aber die Antwort: nach einem zweifelhaften Freistoß landete der Ball auf dem Kopf von Ryssel, der die Kugel ins lange Eck zum Ausgleich bugsierte (25.). Fortan ging der Spielfaden bei der TuS unverständlicherweise zusehends verloren. Bisweilen zu lasche Zweikampfführung, zu weit von den Gegenspielern entfernt und zu ungenaues Passspiel ließen die Gäste bis zum Pausenpfiff mehr und mehr Oberwasser bekommen. Germania versuchte vorrangig über Freistöße und Eckbälle Druck auszuüben und hatte damit Erfolg. Ein Eckstoß sollte schließlich auch die Führung für die Mittelsachsen bedeuten. Der weit entfernte Schiedsrichterassistent will den Ball vollumfänglich im Aus gesehen haben. Dass der Ball deutlich auf der Torauslinie und nicht im Aus war, wie ein Beweisfoto zeigt, ist umso bitterer für die diesmal in Schwarz-Gelb aufgelaufenen TuS-Kicker. Leßmüller verwertete die unberechtigte Ecke am kurzen Pfosten zum 1:2 abermals per Kopf (35.).

Bis zur Halbzeit konnte Weinböhla kaum mehr für Entlastung sorgen und Mittweida spielte die Führung sicher herunter.

Dass das Spiel damit mitnichten entschieden war, machte Quietzsch seinem Team in der Kabinenansprache klar. Man müsse nur wieder eine andere Einstellung zum Spiel an den Tag legen und die Unsicherheit ablegen. Dass es der TuS an diesem Tag einfach an Durchschlagskraft gegen die robusten und körperlich überlegenen Mittweidaer fehlen sollte, wurde in der Folge sichtbar. Der Wille konnte dem Team aber nicht abgesprochen werden. 

Ein langer Einwurf bis in den Strafraum war die Vorlage für die Entscheidung in diesem Spiel. Den Kopfballaufsetzer von Richter konnte Schneider auf der Torlinie nicht mehr klären und nur unglücklich ins eigene Tor lenken (70.).

Man versuchte zwar mit allen Mitteln doch noch einen Punkt zu erkämpfen und beorderte Kapitän Ettelt in den Sturm, einzig der Erfolg blieb aus. Ettelt hatte noch den Anschlusstreffer auf dem Fuß, aber Torwart Kaiser klärte in höchster Not.

 

So musste Weinböhla die erste Niederlage dieser Spielzeit hinnehmen und es wurde deutlich, dass es in dieser Liga nur zu etwas Zählbarem reicht, wenn alle ihr Leistungsvermögen ausschöpfen, 

 

TuS spielte mit: Kausch - Wendel, Ettelt, Schneider, Möbius - Gabler (85. Müller), Lützner, Berndt, Diener (20. Heidenblut), Klix - Schirmer (76. K. Wilde)

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